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Melanie Woltemath-Kühn
Frauenpower
Sie ist Autodidaktin, arbeitet seit 32 Jahren am gleichen Herd und sagt mit einem Augenzwinkern, sie hat es nur von Großburgwedel nach Kleinburgwedel gebracht. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat es Melanie Woltemath geschafft, zu einer der besten Köchinnen Deutschlands zu werden.
Schon ein Blick vorab auf die Homepage zeigt, dass Melanie Woltemath keine Kompromisse an den schnellen Zeitgeist macht. Zum einen würde es wohl kaum in das kleine und gemütliche Kleinburgwedel passen, wenn hier ein Gastronom ständig dem Zeitgeist nachlaufen würde. Zum andern ist schon die klare, bodenständige Linie von Melanie Woltemath mit ihren raffinierten Ideen und sorgfältig ausgewählten Zutaten so komplex und anspruchsvoll, dass Crossover oder Exotik völlig fehl am Platze wären.
Vielfältige Aromen und gute regionale Produkte waren die Grundlage für eine kreative Genussküche, in der die Produkte so auf den Teller gelangen sollten, wie sie wirklich sind, um sich zu komplexen Gerichten zusammen zusetzen.
Besucht man Melanie Woltemaths Restaurant so erkennt man sofort die Liebe zum gastronomischen Detail. Da ist das schöne alte Haus, das liebevoll eingerichtet ist, ein kleines Restaurant mit winziger Bar, persönlichem Empfang durch Wolfgang Woltemath und die großartige Küche von Melanie Woltemath. Die entspannte, wohnzimmerartige Atmosphäre lädt dazu ein, auch gerne mal ein paar Stunden länger zur verweilen, als in der Gastronomie üblich.
Dass diese Kochkunst auch besondere Ehrung verdient, sollte selbstverständlich sein. Doch manchmal dauert es recht lange, bis ein renommierter Führer wie der Schlemmer-Atlas in seiner aktuellen Ausgabe in dem Kapitel „Die besten Köchinnen 2008“ auf die kreativen und kulinarischen Höchstleistungen der wenigen Köchinnen in der Gastronomie hinweist, und Melanie Woltemath-Kühn dazuzählt.
Das alles klingt nicht nur nach großer Küche, das ist es auch.. „Ich bin immer sehr kritisch mit mir selbst“, sagt Melanie Woltemath. Das führt dazu, dass sie ihr Ziel eigentlich nie erreichen wird. „So abgedroschen der Spruch auch ist, aber bei mir ist der Weg das Ziel“. Man glaubt’s und möchte auf dem Weg noch oft der Begleiter sein.
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