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Patrick Voeltz

WEIL LIEBE DURCH DEN MAGEN GEHT …

Von allem ein bisschen: Leicht, fein, gut sauber- das fällt ihm zu seinem Kochstil ein, den er eigentlich gar nicht in eine kulinarische Schublade stecken möchte. Aber grundsätzlich gilt beim Kochen ähnliches wie im Leben: Weniger ist manchmal mehr. Als geborene Waage ist ihm vor allem Harmonie ganz besonders wichtig. Und die soll und muss sich auch auf dem Teller wieder spiegeln. Die Mutter und auch die Großmutter sind super Köchinnen. Er hat also schon immer gerne und ebenso gut gegessen und schon als Kind gerne mitgekocht. Vom Opa hat er vielleicht die Kreativität mit auf den Weg bekommen, denn der hat sich durch seine Zeichnungen und Cartoons einen Namen gemacht und sogar schon für den "Playboy" gezeichnet. Opa ist es auch, der heute am Logo der "Bängels" sitzt, bei denen Patrick "Mann der ersten Stunde" ist. "Opa kennt sich mit seinen heute 74 Jahren super mit dem Internet aus. Da muss ich erst noch ne ganze Menge üben". Das will er aber auch, denn E-Mails versenden, Fotos digital übertragen, schnell mal Texte per Mail an einen anderen Ort bringen- so was erleichtert das Leben manchmal schon ungemein.

"Also am Nordpol würde ich nie Urlaub machen, das ist mir zu kalt". Dagegen liebt er warme Regionen, das Mittelmeer. Aber alles ohne den so genannten "Massen-Tourismus", viel Natur drum herum muss schon sein. "Ruhige Zeiten und Urlaubszeiten" sind auch wieder gut, um neue Rezepte auszuprobieren. Über Rezepte sinnt er ohnedies noch im Schlaf nach und träumt sogar davon. Jetzt kam unlängst schon der erste Produzent für eine neue Kochsendung auf ihn zu und da er ja offen für alles Mögliche und Unmögliche mit Niveau ist, sieht er solchen Sachen ganz gelassen entgegen. "Ich brauche dringend Leute in der Küche", erzählt er. "Hier am Hamburger Hafen ist gelinde gesagt ne Menge los und man merkt schon, dass gute und arbeitswillige Kräfte an allen Seiten fehlen." Partys, die er selbst eigentlich mag, gehen hier tagein, tagaus im Alltagsgeschäft einher. Und ganz ehrlich: Die dauern meistens bis tief in die Nacht und man selbst hat nicht mehr wirklich viel Zeit, eigene Feste zu feiern. Gut essen zu gehen, ist ihm aber nach wie vor wichtig und da hat er´s ja nicht weit: Hier am Hafen, da ist quasi ein Laden nach dem nächsten und da schaut er schon hier und da mal bei seinen Freunden und Kollegen rein.

Nun soll er sich selbst beschreiben und sagt zunächst: "Ich bin ehrlich, auch ein bisschen frech, witzig, ich bin positiv denkend und auch kritisch. Fair bin ich auch und manchmal etwas egoistisch, kommunikativ und ab und zu auch mal ein wenig ungeduldig.

"Back to the roots" wünscht er sich für die Zukunft der Spitzengastronomie. Die Suche nach dem völlig Abgedrehten ist out! Was man auf dem Teller hat, möchte man erkennen, möchte man schmecken und nicht rätseln, was das denn wieder sein soll. Teamgedanken sind ihm ebenso wichtig. Gemeinsamkeit macht stark. "Ich liebe alles Schöne" und kochen hat eine ganz enorme Vielfalt. Deswegen ist ein schönes Menü auch eine Entdeckungsreise in die Sinnlichkeit.

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