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Simon Tress
Der Traum vom Schlemmen und Genießen
„Kennst du das
Buch "The Secret" fragt er und führt begeistert fort: Ich glaube an
den Erfolg und arbeite hart dafür. Trotzdem ich so jung bin, habe ich
schon so viel geschafft und so viel gesehen und das Wichtigste ist doch:
Den Ehrgeizigen gehört die Welt." Simon Tress ist ein charmanter junger
Mann. Einer, der sich beim Reden fast überschlägt und wenn er vom Kochen
und Genießen schwärmt, dann ist das fast ein bisschen so, als hört man
dabei den Herzschlag. Auf jeden Fall ist es Leidenschaft. Große Leidenschaft.
Aber fangen
wir erst einmal an, über ihn zu erzählen:
Simon Tress
wurde am 02. März 1983 in Riedlingen an der Donau als zweitältester
von vier Jungs geboren. Schon im Alter von vier Jahren hielt er den
damaligen Gasthof der Eltern, der seit über 50 Jahren mit Produkten
aus biologisch - dynamischer Herstellung betrieben wird, auf Trapp.
Mama Inge, Gesundheitsberaterin und Vater Johannes, Landwirt und Gastronom,
hatten einiges zu tun mit den vier Jungs. Der Traum vom Essen, Genießen
und Kochen packte ihn schon früh:
Mit 13 Jahren
machte er zunächst ein Praktikum als Bäcker, dann als Konditor und anschließend
als Koch. Mit 16 Jahren durfte er die Schule endlich verlassen und in
das ersehnte Abenteuer Gastronomie einsteigen. Ein Jahr lang besuchte
er die Bavaria Hotelfachschule in Altötting im tiefsten Bayern. Danach
verschlug es den Urschwaben, der übrigens statt Kaffee nur "Kaba" trinkt,
in die Ausbildung an den Schluchsee im Hochschwarzwald. Ganz nach dem
Motto "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" machte er zwei Jahre später
seinen Abschluss. Nach seiner Ausbildung ging er auf direktem Wege zum
Grundwehrdienst nach Stetten am kalten Markt zu den Feldjägern. Hier
lernte er in den nächtlichen Biwaks was "Abhärten" heißt.
Nach drei Monaten
ging es dann für den Schwaben in die Hauptstadt; nach Berlin. Hier
kochte er sechs Monate im Gästecasino des damaligen Verteidigungsministers
Peter Struck. Und schon hier gab es für ihn lobende Worte, die
ihn natürlich noch mehr motivierten. Nach einiger Zeit hatte Simon
dann genug Hauptstadtluft geschnuppert. Er ging für die nächsten
sechs Monate zurück an den heimischen Herd, in das Restaurant des
Biohotels " Rose". In dieser Zeit besuchte ihn auch das Magazin
"Der Feinschmecker" und das erste "F" war dem "
Rosen-Restaurant" sicher. Wobei: "Der Betrieb ist natürlich
kein klassisches Gourmetrestaurant", räumt Simon ein. Touristen
und viele "Normalos" essen hier, weils gut schmeckt und garantiert
erstklassige Bioprodukte verarbeitet werden. Darauf bin ich auch stolz
und ich bin ein absolut überzeugter Bio-Anhänger".
Abends genoss er es dann den weltbesten Wurstsalat von Oma Lisl..
Ganz nebenbei
entdeckte Simon sein zweites Hobby neben dem Fussball: Das Wettbewerbskochen….sein
Ziel war natürlich das Nationalteam des Verbandes der Köche Deutschlands.
Nach mehreren kleinen Wettbewerben klingelte eines Tages das Telefon
im Hause Tress. Es war der damalige Jugendtrainer des VKDs, Frank Ottersbach.
Er hatte großes Interesse an den Leistungen von Simon. Simon sollte
in vier Wochen in Köln eine Restaurationsplatte für vier Personen hinstellen.
Gesagt getan und vier Wochen später räumte Simon zweimal Gold ab und
war nun im Team.
Mit 21 Jahren
war es dann für Simon an der Zeit "Tschüss" zu seiner Heimat zu sagen…denn
er wollte noch mehr lernen. Es zog ihn nach Aachen in den renommierten
Dorint Sofitel Quellenhof. Ab jetzt galt es, Beruf und den Wettbewerb
miteinander zu vereinen. In Erfurt stand die Olympiade der Köche an.
Simon war zwar noch auf der "Ersatzbank", aber alle im Team mussten
Gas geben, um im Team bleiben zu dürfen. Genau das richtige für Simon,
denn er ist ein Teamplayer wie er leibt und lebt! Simon stellt auch
nur Köche ein, die eine ordentliche Portion Mannschaftsgeist besitzen.
Ein Alleinkämpfer kommt für Simon nicht in Frage. Schließlich ist Küchenarbeit
auch Teamarbeit und da kommt man als Einzelkämpfer nicht wirklich weiter.
Nach seiner
Zeit in Aachen ging Simon in den Schwarzwald in das Hotel Traube Tonbach
und es begann seine bestimmt schönste Zeit im Restaurant "Köhlerstube".
Er begann als Gardemanger in einer sehr jungen Truppe. Hier gab jeder
tagtäglich sein Bestes und natürlich wollte auch jeder der Beste werden.
Später wurde Simon dann Saucier.
Zeitgleich wurde
Simon Teamkapitän der Jugendnationalmannschaft und an jedem freien Tag
ging es quer durch die Republik um für den nächsten Wettbewerb in Moskau
zu trainieren. Der Wettbewerb war am Ende mit 7mal Gold, 1mal Silber
und 3mal Bronze sehr erfolgreich, denn es folgte der Gesamtsieg gegen
18 Nationalteams.
Nach einem Jahr
Tonbach verließ Simon mit dem damaligen Küchenchef (Maik Albrecht) und
vier weiteren Kollegen die Traube in Richtung Norden. Es ging in das
Harald Wohlfahrt Palazzo nach Hamburg.
Nach einer Weile
in Hamburg zog es Simon aber wieder nach Hause zur Tress-Gastronomie.
Mit dem Naturerlebnis Wimsener Höhle (die einzige mit dem Boot befahrbare
Schauhöhle Deutschlands) wuchs die Tress-Gastronomie und Simon war zu
Hause angekommen.
Natürlich ging
es für ihn auch mit den Wettbewerben weiter und es folgten Weltcupgewinne
in Wales und Singapur und ein Vizeweltmeistertitel in Luxemburg. Nach
einem undankbaren 4. Platz mit dem Nationalteam in Chicago beendete
Simon mit 24 Jahren seine Nationalmannschaftskarriere und will sich
nun voll und ganz auf die Tress-Gastronomie konzentrieren.
Zwischendurch
ging Simon für Kabel1 auf die Reise nach Brasilien. Er war zwar in seinen
Wettbewerbszeiten auf Einladung der deutschen Botschaft jährlich in
Brasilien, aber diesmal ging es in zehn Tagen in fünf Städte (Rio de
Janero, Sao Paulo, Belo Horizonte, Blumenau und Recife). Während dieser
Reise machte Simon wertvolle Erfahrungen mit tropischen Zutaten.
Zurück zu Hause
ereilte ihn dann ein schwerer Schlag. Sein Vater starb nach jahrelangem
Krebsleiden. Nun lag es an Simon und an der ganzen Familie die Philosophie
des Johannes Tress zu erhalten. Die Tress Gastronomie wächst weiter
und es folgte die dritte exklusive Location, das Schloss Zweifaltendorf.
Der Feinschmecker honorierte die Arbeit im Restaurant Rose mit 1,5F
und im Biohotel Rose mit 1F. Vom Magazin "Weinwelt" wurde der aufstrebende
Koch zur "Entdeckung des Jahres 2010" gewählt. Auch im Fernsehen hat
Simon seinen Platz inzwischen beim SWR gefunden und ist dort häufig
in der Sendung "Kaffee oder Tee" zu sehen.
Für Simon ist
das nur der Anfang. Ganz aktuell entstehen in Ehestetten ein Kochstudio,
ein Feinkostladen und eine Produktionsküche für Bio-Fertigsuppen. Qualität
ist dabei das allerhöchste Gebot und da macht ihm so schnell keiner
was vor.
Letztlich ist
er auch Besitzer einer Dauerkarte bei SEINEM Verein, dem VFB Stuttgart.
Ein ganz normaler junger Mann also. Einer, den man mögen muss und dem
man alle zur Verfügung stehenden Daumen drückt. Dafür, dass der Erfolg
immer weitergeht und er niemals ins Wanken kommt; der Traum vom Schlemmen
und Genießen.
Die Slow Food Tradition der Familie Tress
Zum
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