Kind wollte
er Architekt werden, heute ist er mehr als das. Was Jürgen W. Sperber
in die Hand nimmt, das tut er mit der Geradlinigkeit eines modernen
Baumeisters. Puristisch, klar, schnörkellos. Von der Gourmetküche
bis zur Inszenierung seiner gastronomischen Projekte.
Wenn man eine bauliche Epoche dafür erfinden müsste,
die den Stil Jürgen W. Sperber's gastronomischer Konzepte am besten
beschreibt, dann wäre dies wohl der Bauhaus-Stil.
Als museal, licht und leicht könnte man die Anmutung beschreiben,
die sich auf den ersten Blick in der "Sperber-Lounge" einstellt.
Aufs Wesentliche reduzieren sind auch die Speisen auf dem Teller im
exklusiven "Sperber Grill" - Sperber folgt hier in allen Details
mit der Form der Funktion. Ansonsten viel Weiß, bis zum Boden
reichende Fenster, Helligkeit und Transparenz. Was auf den Teller kommt
ist stets von ausgesuchter Qualität, modern interpretiert aber
ohne die in der Gourmetküche sonst üblichen Schnörkel.
Aus Prinzip verzichtet der Küchenchef auf Lebensmittel aus industrieller
Fertigproduktion.
Wie sämtliche Eindrücke reduziert Jürgen W. Sperber
als Architekt seines ganz eigenen Lifestyle auch die von ihm zubereiteten
Lebensmittel auf das Wesentliche: den Geschmack. Er mag keinen Schnickschnack
und will nicht unterhalten sondern überzeugen. Dass ihm das nachhaltig
gelingt - dafür sprechen regelmäßig zahlreiche Veröffentlichungen
in den wichtigsten Fachtiteln, wie zum Beispiel der AHGZ und ein ausgeprägter
Geschmack.
Jürgen W. Sperber ist in seinem Tun absolut stilsicher und zelebriert
seinen Lifestyle fernab jeder jovialen Gastronomen-Mentalität.
"Dass ich als Gourmetkoch professionelle Leistung bringe ist eine
Grundvoraussetzung", sagt er, "aber eben kein Unterscheidungsmerkmal".
Neben dem Kochen hat Jürgen W. Sperber eine weitere Leidenschaft
entdeckt: Die Liebe zur Lehre. Als Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule
Bad Mergentheim doziert er in verschiedenen Seminaren zu Themen wie
"Die Psychologie des Essens und Trinkens" oder "Wie verhält
sich der Gast im Restaurant". Seine Lehrbeauftragung ist ihm sehr
wichtig, mit einem unglaublichen Engagement gibt er seine praktischen
Erfahrungen und sein profundes Fachwissen an die Studenten weiter.
Doch das ist noch lang nicht alles
Jürgen W. Sperber sucht
immer nach neuen Herausforderungen, so ist er auch in Sachen Gastro-Beratung
unterwegs. Wenn er von seinen Ideen zu seinen Konzepten spricht, merkt
man, dass er das fertige Konzept schon bildlich vor Augen hat. Er ist
einfach immer einen Schritt voraus
! Bei seinen Projekten ist Authentizität
und nachhaltige Qualität für Jürgen Sperber von höchster
Bedeutung. Er sagt von sich selbst, er tue sich schwer mit "Ramsch"!
Was ihn von anderen Könnern seines Fachs charakteristisch unterscheidet
ist sein Lifestyle. Er lebt ihn nicht, er ist selbst einer. Wer seine
gastronomischen Angebote wahrnimmt, hat entweder schon viel gesehen,
ist international herumgekommen und oder ist offen und genussfreudig.
Sieht man ihn zum ersten Mal, fallen seine akkurat gebügelten Hemden
mit Doppelmanschetten auf. Aber der erste Eindruck täuscht. Aus
dem Clark Kent der Gourmetküche wird schon bald jener "Superman",
der seine Wandlung hinter sich hat. Beim näheren Hinsehen wirkt
er ausgesprochen wach und vital, herzlich aber auch zielorientiert und
beweist, dass Niveau und Stil keine Dinge sein müssen, vor denen
man Angst haben muss.