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Markus Pape
Hier kocht die Lebensfreude!
„Liebe Eltern, Weihnachten koche ich!“ Wer als halbwüchsiger Vollblut-Sauerländer das Kochen als seine Leidenschaft entdeckt und mit 18 die Schule verlässt, um ihr schnurstracks durchs Leben zu folgen, dem wurde das Kochen definitiv schon in die Wiege gelegt!
So dürfen wir heute an Markus Papes „Lebensfreude“ teilhaben, als Genießer oder als Kochliebhaber, die in Seminaren wie etwa „Ein Gewürz mit Namen Schokolade“ (Kochakademie, 2007) nicht weniger als fantastische „Abenteuer de Cuisine“ erwarten dürfen.
Die Grundlage für die steile Karriere legte Markus Pape 2000 bis 2003 mit seiner Ausbildung in Norbert Wiegelmanns Restaurant „Hotel zur Post“ (15 Punkte im Gault Millau) und „Hotel am Wallgraben“ (Brilon). Letzterem blieb Pape noch ein weiteres Jahr als Sous Chef erhalten, bevor er eine kulinarische Reise durch einige vielbeachtete Restaurants in den hiesigen Breitengraden antrat.
So wechselte er gleich danach in den edlen „Luxusliner“, in das 3-Sterne-Restaurant „Schiffchen “ des Düsseldorfer Koch-Titans Jean-Claude Bourgeuil, der seit vielen Jahren regelmäßig 3 Guide Michelin-Sterne abräumt. Für über ein Jahr zog es Markus Pape als Chef Tournant anschießend nach Cuxhaven in Markus Kebschulls Restaurant Sterneck – ebenfalls mit einem Michelin-Stern und mittlerweile 16 Punkten vom Gault Millau gekürt. Nach einer Zwischenstation als Chef de Partie im damals schon mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant Vendome (Grandhotel Schloss Bensberg), avancierte er zum Sous Chef im renommierten Biermanns Restaurant und Gourmetservice in Soest.
In Sachen Weiterbildungen und Hospitationen darf man Marks Pape respektvoll attestieren: Hier hat er eigentlich kaum etwas ausgelassen! Allein eine Auswahl unter den Sterneköchen ist dahingehend fast schon eine Frechheit – aber bei einem Meister seiner Klasse, dürfen wir trotzdem ohne Prioritäten in der Reihenfolge erwähnen: Joachim Wissler im Restaurant Vendome (heute 3 Sterne, Michelin), Hans Haas im Restaurant Tantris (2 Sterne, Michelin) ebenso wie das großartige Hummerstübchen (2 Sterne Michelin) und nicht zuletzt Dieter Müllers Restaurant im Schlosshotel Lerbach (3 Sterne Michelin). Im Mai 2007 machte Pape nach gerade sechs Monaten seinen erfolgreichen Abschluss als Küchenmeister.
So ernsthaft wie Markus Pape seine Leidenschaft betreibt, ist es nur allzu nachvollziehbar, dass er sich, wie auch andere, namhafte Berufskollegen für die unabhängige Verbraucherinitiative Euro-Toques engagiert. Die ernannte ihn im Februar 2007 mit Bürgschaft seiner Paten Eckart Witzigmann und Peter Nöthel zu einem ihrer Chefköche.
Andererseits kann der Gourmet im persönlichen Gespräch mit dem gebürtigen Sauerländer nicht umhin, die Leichtfüßigkeit zu entdecken, die aus seiner Leidenschaft keinen Zwang, sondern ungetrübte, beinah’ schlichte Lebensfreude macht. So sammelt Pape etwa seit vielen Jahren mit echter „Sammler-Nase“ Kochbücher aus allen Bereichen, und ein Ende seiner bereits über 140 Bücher umfassenden Koch-Bibliothek ist nicht angestrebt.
Genau so locker, wie er über das Kochen erzählt, hält er auch nicht damit hinter’m Berg, dass jede Leidenschaft ihren Counterpart braucht. „Ich treibe regelmäßig Sport, auch um den Kopf frei zu bekommen. Am schönsten sind aber noch die ausgedehnten Spaziergänge mit meinem Hund. Das genieße ich manchmal so, dass ich ihn überreden muss, noch’n Stückchen weiter zu gehen.“ Und es mutet schon fast ein bisschen kitschig an, wenn man ihn nach einem langfristigen Ziel in seinem Leben befragt. „Och, ich möchte irgendwann einmal ein eigenes kleines Restaurant besitzen.“ … Und für einen Moment erscheint er einem beinah’ wie der Sauerländer Junge, der sich gleich aufmacht, um in der elterlichen Küche die große Weihnachtsgans herzurichten.
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