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Dirk Müller

Innovation trifft Provokation

Dirk Müller, von allen nur "Walde" genannt, liebt es, zu essen. Seine Liebe zu kochen, ist auch zunächst aus der Begeisterung zu allem "Leckeren" entstanden und bis heute hat er diese Berufswahl nicht bereut, im Gegenteil. Oberstes Gebot für ihn ist: Die Waren müssen frisch sein und die Lebensmittel müssen qualitativ hochwertig sein. Schließlich kann man mit minderer Qualität bei aller Liebe zum Detail keine leckeren Sachen kochen. Diese Einstellung gibt er so oft wie möglich auch an seine zahlreichen Kochkursteilnehmer weiter. Die wiederum besuchen den kreativen Berliner, weil er in Sachen "innovative Küche" immer einen Riecher für neue Trends hat und vor allem den Spaß am Kochen blendend vermitteln kann. Soweit so gut.

Walde liebt Brasilien und dies ist nur ein Indiz dafür, dass der aus dem früheren Osten Berlins stammende Koch die Gegensätze mag. In seiner Kochschule, die er mit Freund und Kollegen Heiko Schulz betreibt, geht's bunt zu. Die Küche strahlt in poppigen, lebensfrohen Farben und die lange Tafel in der "Speise-Ecke", schwelgt in Nostalgie und Gemütlichkeit. Wem´s nicht gefällt, ist selber schuld. Individualität wird auf jeden Fall innerhalb seines Kochstils großgeschrieben und das spiegelt sich auf jeden Fall auch in der Einrichtung wider. So wünscht Walde sich für die Zukunft der Spitzengastronomie auch mehr "vorurteilsfreies Miteinander". Schließlich macht nicht das Äußere und die Einstellung zum Leben die Kochkunst aus! Das starke Streben nach einem Michelinstern verkrampft die Menschen oftmals und so sollte immer der Gast im Vordergrund stehen, weniger das Kochen auf einen Stern.

Bei kaltem Bier und guter Musik kommt nicht nur Freude auf, sondern auch jede Menge kreative Ideen für neue Rezepte. So macht Kochen Spaß und bereits seit frühester Kindheit bis heute hält diese ungebändigte Kochfreude an, nicht eine Minute hat Walde seine Berufswahl bereut. Übrigens ist seine zweite Leidenschaft der Fußball und überhaupt mag Walde jegliche Art von Sport.

Mich wundert´s, dass das Fernsehen diesen "Ur-Berliner" noch nicht dauerhaft für sich entdeckt hat. So genannte "Echte Männer" bekommt er auf jeden Fall MINDESTENS vor die Glotze;-)

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