
Philipp Kramer
Der ehrgeizige Gourmet aus dem Rheinland!
"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass meine Mutter jemals etwas aus der Dose gekocht hat", sprachs und erzählt gleich mit leuchtenden Augen von seinen neusten Kreationen!
Der Sohn einer Kunsthändlerin und eines Bankkaufmannes wollte als Kind unbedingt Polizist werden, was der Polizeiarzt dann später verhindert hat. "Im Nachhinein ein Segen" findet Philipp. So kann er heute seiner wirklichen Passion nachgehen.
Er hat schon als kleiner Junge gern gekocht. "Als meine Eltern 1984 ihr Haus gekauft haben und da unwahrscheinlich viel renoviert und neugebaut werden musste, habe ich mich gegen Abend immer in die Küche zurück gezogen und habe Brote geschmiert, nen strammen Max gemacht oder Nudel aufgewärmt. Was man halt mit sechs Jahren so kann!" Gastfreundschaft und gutes Essen waren dem jungen Koch immer schon sehr wichtig.
Mutter und Großmutter, die auch "super Köchinnen" sind, haben Philipp wohl unter anderem die Liebe zu frischen Produkten und deren Verarbeitung mit auf den Weg gegeben.
"Bei Familienfesten hat meine Oma immer die feinsten Speisen zubereitet, mein absoluter Höhepunkt des Jahres war immer das "Filet Wellington" an Weihnachten, wow, lecker!
Der in Bonn geborene Spitzenkoch hat seine Kunst im Sterne-Restaurant "La Vision" gelernt.
Ihn hat die Kreativität gereizt, die das Kochen bietet. Bis man diese ausleben kann, müsse man allerdings einen langen Weg hinter sich bringen, so der junge Koch. Man brauche auf jeden Fall Disziplin gegenüber sich selbst und seiner Mannschaft gegenüber. Wichtig sei auch dem Produkt und dem Equipment den nötigen Respekt entgegen zu bringen und beides mit Sorgfalt zu behandeln.
Unbedingt zu einer guten Küche gehören für den Spitzenkoch gute Köche, Teamgeist, gutes Olivenöl, frische Kräuter, natürlich frische Produkte und vor allem die LUST am Kochen!
Seine Liebe zu Korsika erklärt wohl auch seinen Hang zur französisch-mediterranen Küche.
"Ich mag einfach die Leichtigkeit der mediterranen Küche"…Der Spitzenkoch vertritt hier den Standpunkt: "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt"!
Philipp ist neugierig auf alles Neue, was am Wegesrand auf ihn wartet. Seine Frau bezeichnet ihn deshalb als "Schwamm" der alles Wissen aufsaugt, was er so im Alltag mitbekommt. Beruflich gesehen beschreibt sich Philipp als sehr ehrgeizigen Menschen, der aber immer versucht ein guter Teamplayer zu sein. Seine Devise lautet: "Gemeinsam sind wir stark. Sowohl im Sport als auch in der Küchenbrigade ist das mein oberstes Credo, denn nur im Team kann man erfolgreich sein". Privat sei er "ein Mensch mit Ecken und Kanten und voller Macken" – allerdings sehr gutaussehenden Ecken und Kanten, wie wir finden!
Wenn er noch Zeit findet, sucht der Küchenchef der "Rheinterassen" in Köln Entspannung bei diversen Sportarten, wie zum Beispiel Rennrad fahren, Wakeboarden, Laufen, Kite-Surfen oder aber Tennis. So wird er wohl niemals überflüssige Pfunde ansetzen!
Bei Rennrad fahren kommen ihm übrigens auch die besten Rezeptideen, da kann er einfach am Besten seinen Gedanken nachhängen und erstellt ein kulinarisches Feuerwerk im Kopf! "Wenn ich eine Karte unter Druck schreiben muss, kommt da meistens nur Blödsinn bei raus"!
Für die Zukunft der Gastronomie wünscht sich Philipp eine faire Bezahlung und bessere Arbeitszeiten. Gastronomie wird aber wohl nie ein "nine-to-five Job" sein, wenn man sie mit Herzblut betreibt. Er vergleicht die Spitzengastronomie mit Spitzensport, wo man auch immer mehr als 100% geben muss, um am Ende der Saison noch oben zu stehen. Die Messlatte ist hier nicht beispielsweise die Tabelle der Bundesliga sondern der Gault Millau und der Guide Michelin.
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