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Alexander Dressel

Enorme Liebe und kulinarische Kunstwerke

Endlich angekommen - wieder daheim. Nach einem letzten Ausflug nach Italien, wo er in Rimini und Montalcino ein verwöhntes Publikum bekochte, zog es ihn wieder zurück nach Deutschland, sehr zur Freude seiner Ehefrau und seiner beiden Kinder.
Gastronomisch fand er ein neues Zuhause in Potsdam. Dort ist er als F & B - Direktor des Relais & Châteaux-Hotels Bayrisches Haus für zwanzig Mitarbeiter in Küche und Service verantwortlich.
Alexander Dressel ist ein Ausnahmetalent. Mit Erfahrung und Kreativität bringt er neuen Schwung in die Küche und das Restaurant Friedrich-Wilhelm. Ordnung, Disziplin und konzentrierter Arbeitsstil zeichnen ihn aus. Mit unkonventionellem Mut zu Experimenten werden von ihm auch schon einmal außergewöhnliche Kreationen gewagt. Oberstes Credo dabei ist aber immer: es muß zusammenpassen und es muß schmecken. Dies gelingt Alexander Dressel. Ohne viel Schnörkel und Firlefanz zaubert er herrlich gelungene Überraschungen auf den Teller.

Im traditionsreichen, konventionellen Ambiente des Hotels Bayrisches Haus verspricht die innovative Küche Alexander Dressels Genüsse der neuen Art. Mit seiner Vorliebe für Mediterranes setzt er dabei ganz besondere Akzente. "Mich fasziniert die Leichtigkeit der italienischen Küche" sagt Alexander, "von ihr lasse ich mich am meisten inspirieren.

Prägende Stationen waren für Alexander Dressel sicherlich das Sterne-Restaurant La Pergola im Cavalieri Hilton Rom, das Borchardt in Berlin und der Schwarze Adler in Kitzbühl. Hier kürte ihn der Gault Millau zum Aufsteiger des Jahres. Wahrlich, ein Koch aus Leidenschaft. Doch das war nicht immer so.
Seinem Berufswunsch, Koch zu werden, stand zunächst ein ernsthaftes Hindernis im Weg: Er hatte als Junge nur wenig Freude am Essen. Dennoch hat er der Mutter lieber beim Puddinganrühren als dem Vater im Heimwerkerkeller geholfen. Heute ist Alexander auch persönlich "Gourmet" und kocht privat, so es seine wenige Zeit zulässt, gern für Freunde und sowieso: gut essen und trinken nimmt einen enormen Stellenwert in seinem Leben ein.
Er favorisiert die italienische und auch spanische Küche und möchte aber auf die breite Palette internationaler Aromen nicht verzichten. So bietet seine Karte zum Beispiel Kaninchenrücken mit sardischen Bolotti und Pesto oder Knurrhahn mit Polenta ebenso wie Thunfischtartar auf marinierten Palmenherzen und so vielem mehr. Der Mann, der solche Kunstwerke herstellt, sagt von sich, er habe zwei linke Hände und deshalb dieses Metier gewählt. Eigenlob, sich in den Vordergrund zu drängen- alles Dinge, die ihm absolut nicht liegen. Und gerade deswegen hängt ihm auch das Attribut "besonders liebenswert" an. Seine eigene Linie beschreibt Alexander als schnörkellos, produktbezogen und vielfältig. Ein ungezwungenes Ambiente ist ihm lieber als ein überzüchteter Service, "bei Marco P. White in London hast du permanent ein Dutzend Kellner um dich rum und weißt gar nicht, wohin mit dir."

Im Potsdamer Wildpark hat Alexander Dressel alle Möglichkeiten, ehrgeizige Pläne zu verwirklichen. Dabei ist ihm sicherlich hilfreich, daß er eines in seinem Leben immer schon gut gekonnt hat: Kochen und arbeiten; will sagen: Er entwickelt eine enorme Liebe am eigenen Tun und selbst bei kulinarischen Großdimensionen kennt er keine Kompromisse.

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