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Dirk Ludwig
Darf es auch ein bisschen mehr sein?
Da ist jemand, der die Initiative ergriffen hat, alles rund um den Genuss und die Kultur des guten Essens und Trinkens in charmanter Art zu vermitteln. Da seien Köche und auch Konditoren und Sommeliere - aber keine Metzger. Das fände er schade. Gleichzeitig erzählt er, daß die fachliche Kompetenz im Umgang mit dem Lebensmittel "Fleisch" in der heutigen Zeit wichtiger denn je sei. Die zahlreichen Missstände in der Vergangenheit erfordern einen Fachmann, der von der Auswahl der lebenden Tiere über die artgerechte Schlachtung und Zerlegung bis hin zur gekonnten Zubereitung fachliches Können mit handwerklicher Kreativität zu vereinen versteht. - Wie wahr. Er liebt seinen Beruf über alles und sagt überzeugt "Fleisch ist ein Genuss für Leib und Seele". Um das einer möglichst breiten Schicht näher zu bringen, hat er sich der Warenkunde via Internet gewidmet- mit Erfolg, denn mittlerweile erhält er für seine Webseite Resonanzen aus der ganzen Welt, die ihn auf www.Fleischinfo.de oder auch www.Dirk-Ludwig.com besuchen. "Das Internet ist Informationsmedium Nr.1 - und da gehören auch Informationen zum Fleisch hin. Ob es sich um fachliche Interna oder Rezepte handelt ist mir sekundär" meint er zu seiner Internetpräsenz und hinzu fügt er, daß er auch die Kontakte mag, die sich hierüber erzielen lassen.
Nebenher sammelt er alles, was er rund um interessante Quellen und Informationen hinsichtlich des Fleischerhandwerks in die Finger bekommen kann. Da engagiert er sich in der ohnedies knappen Freizeit beim Juniorenverband des Deutschen Fleischerhandwerkes e.V und hat dazu natürlich auch so normale Hobbies wie das tägliche Joggen oder auch Fußball spielen in der Oberliega Hessen, beim SV Flieden. "Urlaub"- das verbindet er mit viel, viel Sport und viel lesen, weil im ganz normalen Alltag für so was ganz einfach keine Zeit da ist. Lieblingsländer für diese "Auszeiten" sind Österreich, die Schweiz und die USA (New York).
Natürlich fängt bei ihm auch alles erst mal ganz von vorne an: Die Ausbildung zum Metzger ist quasi schon vorprogrammiert: Aufgewachsen in einer Metzger-Familie hat er für sich selbst auch nie einen anderen Beruf in Erwägung gezogen. Vor der Lehre in der Metzgerei Hans Jung in Schlitz/Vogelsberg machte er zunächst in Wächtersbach bei der Fleischerei Lebéau sein Praktikum, arbeitete nach abgeschlossener Ausbildung in Weiterstadt, dann im Darmstadt und ist nun wieder daheim: bei der Fleischerei Bernd Ludwig in Schlüchtern, die schon mehrfach ausgezeichnet wurde zu einer der 500 besten Metzgereien in Deutschland. Umfangreiches Wissen ist für ihn nicht Macht, sondern vielmehr macht es ihm uneingeschränkt Spass, immer mehr Fachinformationen für sich selbst zu nutzen. So darf er sich heute schon Fleischermeister nennen wie auch Betriebswirt des Handwerks, verfügt über einen REFA-Grundschein und ist der erste stellv.Vorsitzende des Juniorenverbandes des deutschen Fleischerhandwerks e.V.
Kein Wunder, daß man seine breiten Kenntnisse immer öfter dafür nutzt, ihn für Referentenaufgaben für fleischerhandwerkliche Themen zu engagieren oder ihn bei Seminaren und Fachberatungen für das Fleischerhandwerk heran zu ziehen.
Für verschiedene internationale und nationale Fachzeitschriften ist er sogar journalistisch tätig. Dazu ist er Sensoriksachverständiger und Qualitätsprüfer der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft eV (DLG).
Preise, Auszeichnungen - das alles könnte nochmal eine Seite füllen. Markanteste Auszeichnung ist sicher, dass er Weltrekordhalter im grammgenauen Wurstabschneiden ist und da schon Beifall bei der Münchener Guinness-Show im September 1999 einheimste und auch dann in Paris im März 2000.
Er wünscht sich vom Endverbraucher die Erkenntnis, dass man Qualität nicht zum Nulltarif erhalten kann. Und dass das Empfinden für Geschmack und Genuss weiter erhalten bleibt. Jeder sollte sich seine Individualität wahren und sich nicht in der Zukunft von den grossen Lebensmittelkonzernen-und Einzelhändlern vorschreiben lassen müssen, was er isst oder trinkt.
Natürlich möchte er auch ein wenig Begeisterung zum Produkt zu den Leuten transportieren, dadurch auch den Beruf transparenter für Laien machen. "Man kann jeden Tag etwas neues ausprobieren; egal ob es sich um neue Produkte, neue Herstellungstechniken, neue Rezepturen oder auch neue Verkaufsstrategien handelt. Der Beruf hat zwar ein verstaubtes Image, gibt aber in Zukunft unglaubliches Entwicklungspotential her. Man muss ständig Augen und Ohren offen halten und eigene Ideen und Lösungsansätze entwickeln, um oben zu schwimmen."- Eben. Denn auch hier geht es um die Wurst!
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